Robinson JugendfarBotnang e.V.  
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Farmchronik

   
         
   

Inhalt:

   
         
   
  

Die 70er Jahre

  
23.2.1972 Auf einer Bürgerversammlung im Laihle ruft Julian Pawlik zur Mitarbeit an der Gründung eines Bauspielplatzes in Botnang auf.
  
8.3.1972 Der "Bund der Jugendfarmen" wird gegründet. Durch diesen wird die Idee der Tierhaltung ins botnanger Konzept aufgenommen.
  
6.5.1972 200 Kinder - 40 Erwachsene - 18 Reiter und ein Eselkind (auf dem Autorücksitz!) sowie ein Hase an der Leine -lebhafte Diskussion- aufgeregter Hausmeister ("so nicht!")- 4 Buben kommen mit Holz auf dem Wägele und fangen das Bauen an.
  
9.5.1972 Gründungsversammlung des Robinson-Jugendfarm-Vereins Botnang. Es ist der erste Jugendfarm-Trägerverein. Anwohner protestieren gegen befürchteten Lärm und Unordnung.
  
9.6.1972 Die Platzfrage klärt sich. Pfarrer Wörner und Pfarrer Vörster bieten den 65 ar großen Pfarrgarten als vorläufigen Standort an.
  
10.6.1972 Der Farmbetrieb beginnt. Die neue Spielplatzidee findet großes Interesse und Wohlwollen in den Zeitungen.
  
23.6.1972 Die ersten Tiere kommen: 2 Islandponys und zwei Bergziegen. In den folgenden Tagen kommen noch Hasen, Meerschweinchen, Hamster und eine Schildkröte.
  
2.7.1972 Offizielle Eröffnungsfeier mit Dixieland-Musik, Flohmarkt, Tombola und Würstchen am offenen Feuer.
  
6.7.1972 Eintragung des Vereins.
  
24.7.1972 Kinder spielen Theater für Kinder - Das Stück "Balle, Malle, Hupe und Artur" ist der Beginn einer langen Theaterspieltradition auf der Farm.
  
Juli 1972 In dieser Anfangszeit wechseln sich Eltern in der Betreuung ab. Den Kindern soll viel Freiraum gelassen werden, doch auch Regeln müssen sein - die erste "Farm-Ordnung" entsteht. Das Botnanger Modell regt vielerorts zur Nachahmung an. Im Laufe des Jahres entstehen noch mehrere Spielplätze dieser Art in Stuttgart und Umgebung.
  
2.10.1972 Die "Unordnung" auf dem Platz erregt die Gemüter. Negative Schlagzeilen in der Presse.
  
Okt. 1972 Ein erster ständiger Betreuer wird eingestellt. Allerdings noch keine pädagogische Fachkraft.
  
Dezember 1972 Zuerkennung der Gemeinnützigkeit.
  
18.2.1973 Der SDR bringt im Radio einen Beitrag über die Jugendfarm Botnang.
  
28.3.1973 Bei der Ausstellung "Dein Garten" auf dem Killesberg ist eine Modelljugendfarm mit Botnanger Beteiligung die große Attraktion.
  
11.5.1973 Die ARD sendet einen Film über die Jufa Botnang.
  
24.6.1973 Einjähriges Jubiläum. Es spielen die "Royal Garden Ramblers".
  
15.8.1973 Erste öffentliche Zuschüsse zur Bezahlung einer pädagogischen Fachkraft (Praktikant!)
  
August 1973 Gerüchte über Alkoholmißbrauch von Farmjugendlichen. Unterschriftenaktion gegen die Farm.
  
Febr. 1973 Aufgrund massiver Anwohnerproteste wird die Jufa eingezäunt.
  
15.4.1974 Anstellung der ersten hauptamtlichen Fachkraft: Pierette Gaudin. Ihre Bezahlung übernimmt die Stadt Stuttgart.
  
Juni 1974 Die Debatte über die "Unordnung" auf der Farm erreicht ihren Höhepunkt.
  
14.2.1975 Der Jugendfarm Botnang werden 3 Zivildienststellen zuerkannt. Zwei davon werden besetzt.
  
19.3.1975 Erneute Teilnahme an der Ausstellung "Dein Garten".
  
Juni 1975 Die Farm muß sich mit Einbrechern und Randalierern herumschlagen. Nachts wird eine Ziege getötet, 2 weitere werden gestohlen.
  
1.7.1975 Aufregeung in Botnang! Der Heuschober steht in Flammen. Die Feuerwehr kann den Brand löschen.
  
31.8.1975 Die Spielplatzbewewgung organisiert sich international. In Mailand findet eine Tagung der "International Playground Association" statt, bei der der "Bund der Jugendfarmen" viel Anerkennung für seinen Bericht über die Jugendfarmbewegung in Deutschland erhält.
  
Dez. 1975 Durch die Anstellung hauptamtl. Betreuer bekommen die Trägervereine zunehmend Schwierigkeiten bei der Gewinnung der immer noch notwendigen ehrenamtlichen Helfer. Erste Aufrufe zur Mithilfe und Mitarbeit von Eltern und Förderern werden gestartet.
  
August 1976 Lothar Sinning wird hauptamtlicher Betreuer.
  
Herbst 1976 Die Jugendfarm muß der neuen Straßenbahnschleife weichen.
  
19.6.1976 Die letzte Hütte fällt. Die Pferde kommen auf die Jufa Freiberg.
  
23.11.1976 Der Bezirksbeirat lädt zur Bürgerversammlung ein, um über die Zukunft der Jugendfarm zu beraten. In dieser Phase gehen die Emotionen wieder hoch. Befürworter und Gegner geraten heftig aneinander.
  
7.12.1976 Der Bezirksbeirat beschließt die Fortführung der Jugendfarm auf dem bis heute genutzten Gelände am Buberlesbach.
  
1.5.1977 Feierliche Eröffnung der Jufa auf dem neuen Gelände.
  
15.3.1977 Bewilligung einer zweiten hauptamtlichen Fachkraft, vorerst allerdings nur für die Sommerferien.
  
ab Mai 1977 Hochbetrieb auf dem neuen Platz. Viele Kinderhütten entstehen. Ehrenamtliche Helfer bauen den Platz auf. Mit Ausnahme der Pferde kommen auch wieder die Tiere zurück.
  
Sommer 1979 Das Fernsehen berichtet "Ärgernis der Woche": Die Baugenehmigung für ein Spielhaus wird nicht erteilt. So verfaulte die gespendete Baracke im Regen.
  
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Die 80er Jahre

  
Sommer 1980 Nun kann doch ein festes Spielhaus gebaut werden. Die Bauarbeiten für ein Holzhaus mit Sanitäranlagen, Telefon, Strom und Heizung beginnen.
Durch Straßenbauarbeiten für das Neubaugebiet Himmerreich erneut Geländeverlust.
  
Sept. 1981 Mit einem tollen Fest wird das Spielhaus eröffnet.
  
12.9.1981 Die Jufa beteiligt sich erstmals an den Botnanger Kinder-Kultur-Tagen mit Wolleverarbeitung, Töpfern u.v.m.
  
Frühj. 1982 Die ehrenamtliche Mitarbeit im Verein und für den Vorstand erreicht einen Tiefpunkt. Danach ging es mit dem Engagement von Eltern und anderen Helfern wieder bergauf.
  
Frühj. 1984 Wieder droht der Farm Geländeverlust. Durch rechtzeitige Verhandlungen konnte aber eine Verkleinerung abgewendet werden.
  
19.8.1987 Feier zum 15-jährigen Jubiläum.
  
Dez. 1988
bis
Febr. 1989
Noch einmal entflammt ein größerer Streit über das Kinderspiel auf der Jufa. Anwohner fühlen sich gestört durch Feuer, Lärm und Unordnung.
  
23.3.1989 Zum wiederholten Mal Diebstahl von Tieren auf der Farm. Dieses Mal muß ein Lämmlein dran glauben.
  
Herbst 1989 Jufa Botnang mit "Rübengeistern" in der "Abendschau".
  
  
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Die 90er Jahre

  
24.6.1991 Die Filmproduktion "Krieg im Kleinen" hat in der Botnanger Bücherei Premiere.
  
8.8.1991 Das Brettspiel "Scotland Yard" wird in Botnang Wirklichkeit.
  
Frühling 1992 Eine neue Lagerbaracke wird gebaut
  
23.5.1992 Fest zum 20-jährigen Jubiläum der Jufa Botnang.
  
März 1993 Der Toberaum wird als Zeitungsredaktion umfunktioniert. Die Kinder sind als Reporter, Layouter und Karikaturisten mit Feuereifer dabei. Die Spielaktion liefert die Vorlage für noch viele weitere Farmblatterstellungen.
  
1. Okt. 1994 Die Farm erhällt durch demokratische Wahl zwei Kindersprecher, die die Kinderinteressen gegenüber dem Team vertreten.
  
Ab Juli 1994 Vor dem Spielhaus wird eine neue Terrasse gebaut.
  
1995Die Elektrik der Farm wird rundumerneuert. Endlich werden die Wege abends beleuchtet. Die Arbeit der Einrichtung wird durch finanzielle Probleme behindert.
  
16. April 1996 Abends bricht in einem Hüttenlabyrinth Feuer aus. Auch das Strohhaus wird Raub der Flammen. Da die Feuerwehr zufällig gerade in der Nähe war, konnte das Spielhaus gerettet werden. Die polizeilichen Ermittlungen ergeben Brandstiftung.
  
Juli 1996 Die Bauarbeiten für ein neues Strohaus beginnen
  
25. Sept. 1996 Die erste Ladung Stroh wird eingelagert
  
Frühling 1997 Über 20 Jungbäume werden von Kindern, Betreuer/innen und Eltern gepflanzt, um die Feuerschäden auszugleichen.
  
Sommer 1997 Das Farmgelände wird wieder größer! Bezirksvorsteherin Zich eröffnet feierlich die neue Fläche im Rahmen des Farmfestes. "Zeitreise" lautet das Motto dieses Festes zum 25jährigen Jubiläum der Jugendfarm.
Aber auch in der Gegenwart hat die Farm neues zu bieten: Ein Sinnespfad entsteht. Hier können Kinder erproben, wie es sich anfühlt, barfuß über Tannenzapfen, Moose, Steine u.ä. zu gehen. Im Hüttenbaubereich entsteht die Pyramide als neues Gemeinschaftsbauwerk; das alte mußte wegen Einsturzgefahr eingerissen werden. Das Töpferhaus wird zum Tobehaus umfunktioniert.
  
1998Im Bereich des Sinnesgartens ensteht der Töpferpavillon. Gegen Pfand können sich die Besucherkinder hier mit Malkitteln, Werkzeugen und Ton versorgen.
  
März 1999Schon seit längerer Zeit ist klar, daß die Hasen ein neues Domizil benötigen: Das alte Hasenhaus stand zu nahe am Buberlesbach. Die Farm erhält nun zwei neue Bauwägen. Einer wird Heulager, im anderen etabliert sich der Spieleverlei. Das freigewordene Heuhaus kann nun zum Hasenhaus umgebaut werden.
  
April 1999Die Arbeiten im ehemaligen Heuhaus beginnen: Das Dach wird neu abgedichtet, die Wände mit Schafswolle isoliert und mit Maschendraht gesichert, der Boden wird erneuert.
  
Juni 1999Das Lamm Coco-Jumbo wird nachts von Unbekannten ermordet.
  
Sommer und Herbst 1999Parallel zu den Arbeiten im neuen Hasenhaus beginnen Kinder, Betreuer/innen und Ehrenamtliche mit der Planung und Durchführung der Neugestaltung des gesamten Tierbereichs: Um ebene Flächen für eine Terrasse vor dem Hasenhaus und für den Hasenauslauf zu erhalten, werden Stützmauern gezogen; zwischen Hasenauslauf und dem Gelände der Schafe und Ziegen entsteht eine Natursteinmauer.
  
  
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Im neuen Jahrtausend

  
1999 / 2000Computer und Internet kommen auf die Farm: Aus gespendeter alter Hardware wird der neue Farmrechner gebastelt. E-mails vereinfachen die Kommunikation zwischen Team, Vorstand und Ehrenamtlichen. Es gibt erste Planungen einer eigenen Webseite.
  
Januar 2000Wieder wird ein Lamm ermordet. Der Verlust ist für Kinder und Betreuer/innen besonders tragisch: Stella war zunächst zu klein gewesen, um bei der Mutter zu trinken und überlebte nur durch die Hilfe der Menschen.
  
Frühling 2000Die Umgestaltung des Tierbereichs geht weiter: Vor dem Hasenhaus entstehen ein kleiner öffentlicher Platz und eine überdachte Terrasse, durch Aufschüttungen wird das Schafsgelände drainagiert.
  
Mai 2000Oberbürgermeister Dr. Schuster besucht die Farm und hilft beim beim Decken des Hasenhausvordachs.
  
Juni 2000Im Ramen eines großen Festes eröffnet Bezirksvorsteher Stierle feierlich das neue Hasenhaus.
  
Juli 2000Einbrecher töten nachts zwei Hasen und zwei Meerschweinchen
  
Herbst 2000Nachdem die Stadt das System der Förderung Stuttgarter Jugendfarmen und Aktivspielplätze überarbeitet hat, beschließt der Gemeinderat neue Förderrichtlinien. Die Arbeit der Plätze bekommt dadurch eine bessere finanzielle Unterstützung durch die öffentliche Hand. Die Farm ist aber auch weiterhin auf private Spenden grundlegend angewiesen.
  
April 2001Die Webseite der Jugendfarm wird ins Netz gesetzt.
  
Seit Frühling 2001Die rottende Substanz zwingt zur Planung eines neuen Spielhauses. Im Herbst 2002 sollen die Arbeiten beginnen.
  
November 2001In Kooperation mit dem Bezirksamt Botnang und dem Gartenbauamt entsteht neben der Sporthalle in der Kauffmannstraße ein Bolzplatz. Die Farm steuert die Tore bei.
  
Seit Herbst 2001Die Wege der Farm werden erneuert.
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